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Premiere des Filmes "Die Fürstenallee - Ein neues Gesicht für das Naurdenkmal" von Sarah Herbort und Robin Jähne
Eine lippische Baumallee schreibt Filmgeschichte. Vor über vierzig Jahren diente die Fürstenallee als Filmkulisse im „Die Schlangengrube und das Todespendel“ von Edgar Allan Poe, heute spielt sie selbst die Hauptrolle. Die beiden Naturfilmer Sarah Herbort und Robin Jähne aus Detmold präsentierten im Bürgerhaus Schlangen jetzt gemeinsam mit dem Kreis Lippe den Dokumentarfilm „Die Fürstenallee - ein neues Gesicht für das Naturdenkmal“ der Öffentlichkeit.
„Zuerst trieb der plötzlich aufkommende Wind den künstlichen Nebel in die falsche Richtung, dann reichte es für eine Einstellung, bevor sich das Licht der blauen Stunde verabschiedet hatte“, plauderte Sarah Herbort aus dem Nähkästchen. Als nicht immer ganz einfach gestalteten sich die Dreharbeiten zu dem Film. Was dabei herausgekommen ist, faszinierte bei der Premiere jedoch die mehr als 200 anwesenden Gäste. Seit diesem Jahr zeigt die Fürstenallee im Abschnitt zwischen Haverkampsee und Kreisaltenheim mit den über 300 neugepflanzten Jungeichen bereits ihr neues Gesicht. Die beiden Naturfilmer haben die zweijährigen Arbeiten in der Fürstenallee filmerisch begleitet. Aus vielen Stunden Filmmaterial, allein 100 Stunden verbrachten die beiden am Schnittpult, ist ein knapp 30-minütiger Film entstanden, der die erste Episode der Rettung dieses einzigartigen Natur- und Baudenkmals zeigt und außerdem die Geschichte und die Tierwelt der Fürstenallee ausführlich dokumentiert. Herbort und Jähne setzten dazu besondere Techniken wie Zeitraffer oder atemberaubende Kamerafahrten ein. So scheint ein gefällter Baum direkt auf den Betrachter zu fallen oder die Frucht einer Eiche in Sekundenschnelle zu wachsen. Zur Filmpremiere sprachen Landrat Friedel Heuwinkel und Petra Mücke, Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Oesterholz-Haustenbeck ein Grußwort und dankten den Filmemachern für die tolle Arbeit. „Sie haben ein Werk auf die Beine gestellt, das uns noch in vielen Jahren an die Umgestaltung der Fürstenallee erinnern wird“, betonte Heuwinkel. „Gratulation und Respekt für eine tolle Leistung um ein wichtiges Teilstück der Deutschen Alleenstrasse, die durch den Film für die Nachwelt dokumentiert werden konnte“, sprach Erwin Pfeiffer vom Vorstand der AG Deutsche Alleenstraße den örtlichen Akteuren ein großes Lob aus. Im Anschluss daran berichteten die beiden Naturfilmer über ihre Erlebnisse während der außergewöhnlichen Dreharbeiten zu einem nicht alltäglichen Thema. Den Filmern gelang es, neben der reinen Dokumentation auch tiefe Einblicke in die Natur der Allee zu geben, beispielsweise wenn Fledermäuse vor den bildfüllend aufgehenden Vollmond fliegen oder ein barocker Baumeister in einem authentischen Kostüm in die Entstehungszeit der Fürstenallee führt. „Wirkungsvoll untermalt mit passender Musik des international renommierten „ensemble vinorosso“ unter dem Weltklasse-Klarinettisten Florian Stubenvoll ist der Film informativ, kurzweilig und humorvoll“, verspricht Robin Jähne.
Er ist auf DVD oder VHS-Kassette (Blu-ray-Disc gegen Aufpreis) erhältlich und kann für 9,90 Euro unter naturfilm@robinjaehne.de oder unter (0 52 31) 48 24 6 bestellt werden.

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Sarah Herbort bei Dreharbeiten
| | Waschbär in Baumhöhle
| | Fledermäuse vor dem aufgehenden Mond
| | Mark Schäferjohann als barocker Baumeister |
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Sarah Herbort am Kamerakran
| | Das Panzergehäuse für die Kamera
| | Frühlingsstimmung aus dem Film
| | Pflanzaktion in der Fürstenallee
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Premiere des Films über PferdeStark 2009 von Sarah Herbort und Robin Jähne
„Kraftvolle Anmut auf vier Hufen“
Fast tänzerisch bewegt sich der prachtvolle Hengst Olbo, der einem Märchen entsprungen zu sein scheint, vor der Kamera. Eine leichte Zeitlupe lässt die Bewegungen noch eindrucksvoller wirken – ein Muskelpaket voller Kraft und Eleganz. Eine Szene aus der neuen Filmdokumentation von PferdeStark. Sarah Herbort und Robin Jähne dokumentieren die inzwischen traditionelle Veranstaltung, die im August 2009 mehr als 20 000 Besucher im LWL-Freilichtmuseum Detmold in ihren Bann zog. „Kraftvolle Anmut auf vier Hufen“ – heißt der Film, der nun erhältlich ist.
„Wir wollten mit unserer Dokumentation zum Einen die zahlreichen Facetten der Kaltblutpferde zeigen“, so der Detmolder Naturfilmer Robin Jähne. „Zum Anderen ergeben PferdeStark und die Kulisse des Freilichtmuseums eine einzigartige Symbiose.“ Fast ununterbrochen waren die Filmer an den beiden Veranstaltungstagen im Einsatz. „Wir sammelten mehr als acht Stunden Filmmaterial mit fünf Kameras“, sagt Sarah Herbort.
Dazu gehörten auch zwei Zeitrafferkameras, die aus Luken der Bockwindmühle einen Überblick über das Geschehen liefern. Eine weitere Spezialkamera wurde zwischendurch an einen Pflug befestigt, um Szenen aus einer ganz besonderen Perspektive aufzunehmen. Mit Hubwagen gelang es den beiden Filmern Luftaufnahmen zu drehen.
„Eine besondere Herausforderung war es, genug Material von den unterschiedlichen Vorführungen an verschiedenen Orten zu drehen. Wir hätten eigentlich an mehreren Stationen gleichzeitig sein müssen“, verrät Sarah Herbort. An manchen Stellen drehten sie auch parallel. Während eines Kutschwettbewerbes platzierte sich die Filmerin auf einem der Strohballen in der Mitte des Parcours, Robin Jähne drehte das Geschehen vom Rand der Bahn aus. So war es möglich, die Gespanne durch alle Hindernisse zu verfolgen und aus mehreren Perspektiven zu zeigen.
„Im Aufbau des Films verfolgten wir ein ungewöhnliches Konzept“, so Robin Jähne. „Verbindendes Element der einzelnen Kapitel ist ein Fotoalbum. Die Bilder beginnen sich zu bewegen, daraus entsteht die nächste Szenenfolge“. Um das zu realisieren, wandte das Team den Trick des so genannten Greenscreen an: Im Fotoalbum klebten keine realen Bilder, sondern grüne Kärtchen, in die die Filmsequenzen später digital eingefügt wurden – für eine nur wenige Sekunden lange Szene konnte das schon mal eine Stunde in Anspruch nehmen.
„Etwa acht Wochen arbeiteten wir am Schnitt und der Endproduktion“, berichtet Sarah Herbort. Beim Kommentar wurden die Filmer in fachlichen Fragen von der Museumsökologin Agnes Sternschulte sowie den Mitorganisatoren von PferdeStark, Karla Ebert und Erhard Schroll von der Interessengemeinschaft Zugpferde, unterstützt.
So entstand ein 60-Minuten-Film, der nicht nur eine Dokumentation der Veranstaltung mit all ihren Facetten, sondern auch ein Erlebnis für die Sinne ist. Untermalt mit ausgesuchter Musik wird er nicht nur die Freunde der Kaltblutpferde begeistern.
Der Film ist als DVD oder VHS-Kassette im Museumsshop oder direkt bei Robin Jähne, Wellnerweg 16, 32760 Detmold, naturfilm@robinjaehne.de für 19,95 Euro erhältlich.
Fotos:
In Aktion: Sarah Herbort bei Aufnahmen des Fahrwettbewerbs der Kutschen.
Im Schnit: Sarah Herbort und Robin Jähne.


„Faszination Naturpark“ – ein neuer Naturfilm von Robin Jähne
Wenn die Kamera am Windmühlenflügel klebt....
„Mir geht es darum, Natur auf eine besondere, interessante Weise darzustellen; durch ungewöhnliche Techniken und neue Perspektiven“, so Naturfilmer Robin Jähne anlässlich der Vorstellung des neuen Filmprojektes „Faszination Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge“.
Der 60-minütige Film zeigt Kostbarkeiten der heimischen Natur wie Uhu, Schwarzstorch oder Siebenschläfer. Daneben finden sich kulturelle und historische Besonderheiten, wie Klöster, Museen und beschauliche Gärten. Traditionsreiche Heil- und Moorbäder mit ihren natürlichen Heilmitteln vervollkommnen das Portrait der Naturparkregion in Ostwestfalen-Lippe.
„Vielleicht wird der ein oder andere überrascht sein, über die lebendige Vielfalt im Naturpark“, unterstreicht der Verbandsvorsteher des Naturparks, Landrat Friedel Heuwinkel, die Bedeutung des Filmprojektes. In dem Film gelang sogar der filmische Erstnachweis des Sperlingskauzes im Teutoburger Wald nach vielen Jahrzehnten.
Als „filmischer roter Faden“ durch die Region dient eine Wanderung über die „Hermannshöhen“, die zu den zehn attraktivsten Fernwanderwegen Deutschlands gehören. Stefanie Lasthaus beschritt den Kammweg für die Kamera und wirkte am Drehbuch und der Gestaltung mit. „Eine besondere Herausforderung war die Einbindung eines wilden Uhus in eine der Wanderszenen“, berichtet Robin Jähne. Durch viel Geduld und mit Glück gelang es einen anfliegenden Junguhu mit der Protagonistin in Szene zu setzen. „Das war ein besonderer Glücksfall“, so der Naturfilmer.
In mehr als einem Jahr Drehzeit hat der Filmemacher über 150 Stunden Filmmaterial gesammelt. „Auf manche Szenen verzichte ich auch bewusst, z.B. wenn ich dabei Gefahr laufe, Tiere zu stören“, so Jähne. Dafür bietet er dann besondere Ansichten, die nur durch die Kamera möglich sind: Das Wachstum von Blättern oder Blüten per Zeitrafferaufnahme. Oder die Technik des Jahreszeitenmorphings: Sie erweckt den Eindruck, dass ein ganzes Jahr wie im Fluge vergeht.
„Aufgrund seiner Erfahrung und der Qualität der bisherigen Arbeiten war Robin Jähne prädestiniert für die Umsetzung des Filmprojektes. Die Wirkung seiner Bilder wird musikalisch wunderbar unterstützt und begleitet durch das Detmolder Ensemble Vinorosso und seinen Leiter Florian Stubenvoll“, so Naturparkgeschäftsführer Dirk Watermann über den „Naturparkfilm“.
„Manchmal entpuppen sich Wunder auch im kleinsten Bereich“, berichtet Jähne. So entdeckte er nahe Höxter kleine Trichter im Sand – hier lauerte ein Löwe. Genauer gesagt: Ein Ameisenlöwe. Eine seltene Insektenlarve, die in den Trichter gefallene Ameisen packt und verspeist.
Für Bilder aus der Baumhöhle eines Kleibers legte der Filmer in Berlebeck bei Detmold Beleuchtung mit kaltem Licht in einen Baum. Und in Bad Lippspringe griff ein Schwan sogar die Kamera an, die sich gerade am Kamerakran von einer Tauchfahrt aus dem Wasser erhob. „Das waren natürlich einzigartige Szenen“, so Jähne.
Reste mittelalterlicher Glashütten und die Kunst heutiger Glasbläser in Bad Driburg verband Jähne in dem Film. Viadukt und Naturwaldzelle bei Altenbeken gehören genauso in das filmische Kaleidoskop wie auch Karlsschanze und Drudengrotte bei Willebadessen. Bei Höxter erhaschte Jähne den Steinkauz, der seit Jahren dort erstmals wieder brütete und dokumentierte die Sporenausschüttung des zottigen Schillerporlings. Dieser Baumpilz entlässt zu bestimmten Zeiten Millionen mikroskopischer Sporen, nur durch abendliches sonnenlicht aus dem richtigen Winkel wurde dieses Phänomen sichtbar. In Nieheim kann der Zuschauer mit ins WestfalenCulinarium kommen, und erlebt hautnah die einzigartigen Sinterterrassen bei Brakel.
Um ungewöhnliche Aufnahmen zu erhaschen, klebte Robin Jähne sogar kurzerhand die Filmkamera an den Flügel der Bockwindmühle im Freilichtmuseum Detmold. Im Film scheint sich Erde, Mühle und Himmel unter dem Flügel hinwegzudrehen.
„Als Teil des Projekts „Natürlich gesund“ stellt der Film zusammen mit der Freizeitkarte und dem Reiseführer den abschließenden Baustein innerhalb unseres Naturpark-Infopaketes dar“, so Projektleiter Alexander Quante.
Die frei verkäufliche Version des Films ist für 9,90 € im Naturparkshop unter www.naturpark-teutoburgerwald-shop.de oder direkt bei Robin Jähne, Wellnerweg 16, 32760 Detmold, naturfilm@robinjaehne.de erhältlich.
Fotos:
Stellten den neuen „Naturparkfilm“ vor: Tobias Valentin (Teutoburger Wald Tourismus), Stephan Radeck (Landesverband Lippe), Dirk Watermann, Friedel Heuwinkel, Alexander Quante (hinten) sowie Robin Jähne und Florian Stubenvoll (vorn, von links).
Faszinierend als bewegtes Bild in Zeitraffer: Morgen an den Externsteinen.


Wunderbarer Oman – ein Dokumentarfilm von Robin Jähne
... und dann kamen Meeresschildkröten aus dem Sand
„Wir waren gegen 4 Uhr am Morgen am Strand vor Ort. Im Schein der Mondsichel schienen kleine Panzer über den Sand gefahren zu sein. Es waren Spuren von grünen Meeresschildkröten, die an Land gekommen waren, um Eier abzulegen. In der Morgendämmerung kamen dann plötzlich kleine Schildkröten aus einem älteren Gelege hervor und eilten der Brandung des indischen Ozeans entgegen“ – für den Naturfilmer Robin Jähne (40) war das eines der besonderen Erlebnisse seiner Reise im Januar dieses Jahres durch das Sultanat Oman.
Die Eindrücke fing er mit der Kamera ein. Nun sind sie in einem 25minütischen Film zu bestaunen, der am 7. Dezember in der Gaststätte „Zur Rose“ in Schlangen erstmals präsentiert wurde. Darin sind nicht nur die 1,20 Meter großen Schildkröten und ihre Nachkommen zu sehen. Jähne bemühte sich, einen Querschnitt durch Natur und Kultur des Landes im Osten der arabischen Halbinsel zu zeichnen.
Dazu gehören Eindrücke vom legendären Basar der ehemaligen Hauptstadt Nizwa, der an die Märchen aus 1001 Nacht erinnert. Oder die kleine aber feine Werft in der Hafenstadt Sur. Hier werden noch in Handarbeit die Daus gebaut, Schiffe, mit denen schon Sindbad der Seefahrer die Meere befuhr.
Auf Einladung der Gulf Island Jewels Tours (GIJT) bereiste Jähne eine Woche das Sultanat. „In solch einer kurzen Zeit entsprechende Menge an Filmmaterial zu sammeln, war eine Herausforderung“, so Jähne. Auf der Rückreise hatte er sechs Stunden Film und eine ganze Reihe Zeitraffersequenzen im Gepäck – letztere eine Spezialität des Naturfilmers. Die Musik für den Film stammt vom international bekannten Klarinettisten Florian Stubenvoll und Mitgliedern des „ensemble vinorosso“. Teilweise wurden Musikpassagen extra für den Film eingespielt.
Jähne war nicht allein im Oman. Mit dabei war der Geograph Hennings Schwarze von der World Habitat Society (WHS). Schwarze gilt als ausgewiesener Kenner des Oman und so konnte er Robin Jähne viele nützliche Hinweise während der Dreharbeiten geben. Henning Schwarze arbeitet bereits seit 10 Jahren am Arabischen Golf und zur Zeit ist die WHS mit verschiedenen Projekten für das omanische Tourismusministerium betraut. Unter anderem entsteht rund um die Hauptstadt Muskat eine GPS-Erlebnisregion – wie man es auch aus dem Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge kennt – wo verschiedene geologische Besonderheiten für Touristen und Einheimische erlebbar gemacht werden. Darüber hinaus unterhält die WHS, die vor gut einem Monat eine Zweigstelle im Sultanat eröffnet hat, ein Joint-Venture mit dem omanischen Unternehmen Gulf Islands Jewel Tours. Dazu Anwar Al Tobi, Geschäftsführer von GIJT: „Wir werden in Kürze damit beginnen hochwertige Reisen in den Oman anzubieten. Besonders wichtig ist uns dabei, das naturräumliche und kulturelle Erbe unseres Landes nachhaltig zu präsentieren. Der deutsche Markt ist für uns sehr wichtig, so gibt es seit kurzem eine direkte Flugverbindung von Frankfurt und München nach Muskat, die weitere deutsche Touristen zu uns bringen wird“ erklärt Al Tobi.
Dabei gab es in wüstenreichen Land zunächst ein feuchtes Problem: „Wir hatten am ersten Tag Regen, wie zuhause im Lipperland“, berichtet Jähne. Dort ist der allerdings weniger häufig – entsprechend hatte der Filmer auch die Chance, Wadis zu filmen – normalerweise trockene Bachbetten, die sich nun mit Wasser gefüllt hatten.
Auch eine gigantische Schlucht, der „Grand Canyon des Oman“, ist in dem Film zu sehen. Vielleicht zum ersten Male professionell aufgenommen wurde eine Region, die sich „Steinpark von Duqum“ nennt. „Nach mehreren Stunden Autofahrt durch Geröllwüste standen wir in einer Region, in der scheinbar tausende von Bildhauern Steine von bis zu mehreren Metern Größe kunstvoll bearbeitet hatten“, berichtet Jähne. Allerdings gaben Wind und Sand, Wasser und Erosion dieser ehemals im Meer entstandenen Formation ihr heutiges Aussehen.
„Eine Landschaft, die es zu schützen gilt“, so Schwarze. “Rund um den Steinpark laufen zur Zeit viele Bauprojekte und da war es uns wichtig gegenüber dem Ministerium den besonderen Stellenwert dieser Landschaft zu unterstreichen.“ Erfreulicherweise hat Schwarze auf seiner letzten Reise vom stellvertretenden Tourismusminister erfahren, dass der Steinpark inzwischen unter Schutz gestellt wurde.
Der Film, in dem auch dieser Steinpark zu sehen ist, ist als DVD und VHS-Kassette für 9,90 Euro bei Robin Jähne, Wellnerweg 16, 32760 Detmold, Email naturfilm@robinjaehne.de zu haben. Weitere Informationen gibt es unter www.world-habitat-society.org
Fotos: Renndromedare sind der ganze Stolz der Beduinen.

Fantasy-Geschichte rund um die Externsteine von Robin Jähne verfilmt
Mystische Natur und die Magie der Liebe
Die Externsteine sind in jedem Jahr ein Anziehungspunkt für hunderttausende Besucher. Theo Gremme, einen bekannten Autoren von Kurzgeschichten, inspirierten sie zu einer fesselnden Fantasy-Geschichte. Der Naturfilmer Robin Jähne setzte diese Geschichte in einen kurzweiligen Film um, welcher der Phantasie noch viel Raum lässt – in ein „audiovisuelles Hörbuch“. Der Film feierte jetzt seine lippische Premiere.
Die Entstehung des Projektes ist bereits eine eigene, spannende Geschichte. Als Theo Gremme vor mehr als zwölf Jahren an einer Tagung bei den Externsteinen teilnahm, war er von den Felsen so beeindruckt, dass er innerhalb kurzer Zeit die ersten Skizzen zu der Geschichte notierte. „Ta ’Saghi“ sollte sie heißen. In ihr geht es um einen indianischen Zauber, welcher bei einer bestimmten astronomischen Konstellation an den Externsteinen frei wird.
„Es gibt tatsächlich alle paar Jahre die Situation, dass der Vollmond durch den Spalt am Wackelstein auf den Grabfelsen scheint“, so Gremme. In der Geschichte tritt genau dann der Zauber der „Ta ’Saghi“ in die Welt, der sich Menschen finden lässt, die füreinander bestimmt sind.
Gremme dazu: „Mir war aufgefallen, dass unglaublich viele Leute nicht den richtigen oder gar keinen Partner haben. Wie gut wäre es da, wenn es eine Art Zauber gäbe, der dabei hilft, den Richtien oder die Richtige zu finden - das wirklich passende geradezu schicksalhafte Gegenstück. Die Idee war also schon da - und mit den Externsteinen war auch der ideale Ort der Handlung gefunden.“
An den Externsteinen lernte Gremme auch den lippischen Fotografen und Filmer Robin Jähne kennen. Der war gern bereit, mystische Bilder für eine Performance-Lesung zu machen. Und von der weiß Gremme ganz besondere Ereignisse zu berichten: „Die Leute waren fasziniert - die Geschichte musste also einen Nerv getroffen haben. Merkwürdige Dinge geschahen in den Wochen nach der Lesung - einige von den Leuten. die ich kannte und die bei der Lesung waren, trennten sich von ihren Partnern oder fanden genau ihr Gegenstück - das war schon etwas unheimlich.“
„Immer wieder gab es Anfragen, ob die Geschichte nicht mit den Bildern auf DVD erhältlich sei. Also planten wir eine Diaschau auf der Silberscheibe mit einigen Filmsequenzen – daraus wurde dann ein ganzer Film“, berichtet Robin Jähne. Gedreht wurde mehr als ein Jahr lang mit professioneller Ausrüstung.
Die Idee dabei: „Wir wollten der Phantasie Freiraum lassen – nicht die ganze Handlung vorkauen“, erläutert Jähne. Der Tierfilmer, der bereits mit zahlreichen Naturfilmen Bekanntheit erlangte, baute viele mystische Natursequenzen ein, eine Mondfinsternis, Nebelstimmungen oder den jungen Uhu, der zufällig an einem Drehtag dekorativ auf einem Ast saß. Auch eine spezielle Zeitraffertechnik setzte Jähne ein.
„Als Naturfilmer ist man gewöhnt, mit möglichst geringem personellen Aufwand, dafür aber mit umso raffinierterer Technik zu drehen“, so Jähne. Ziel war es, mit den Aufnahmen kein Aufsehen zu erregen, die ungestörte Atmosphäre zu erhalten.
Die Darsteller für die Spielszenen kamen aus Jähnes Freundeskreis, die bereits entsprechende Dreherfahrungen hatten. Protagonist Detlef Wulfkuhle war besonders fasziniert von der besonderen Atmosphäre an den Steinen, besonders bei den Nachtaufnahmen mit Vollmond. „Mit ihrem geschichtlichen Hintergrund waren die Externsteine immer schon ein Anziehungspunkt für die Menschen, mit dem Film kann man ihre Faszination auch Menschen nahe bringen, die dieses Naturmonument nicht kennen“, bilanziert Detlef Wulfkuhle.
Für den musikalischen Teil konnte Jähne den Ausnahmeklarinettisten Florian Stubenvoll aus Detmold gewinnen. Er komponierte eine Titelmelodie mit pentatonischen Einflüssen. „Pentatonik ist eine Art ursprüngliche Skala mit nur fünf Tönen und ohne Halbtonschritte, wie sie bei Naturvölkern - wie den Indianern - oft verwendet wird“, so Stubenvoll. Zusammen mit Ruven Ruppik und Iris Azquinezer Escribano wurden fast 100 Tonspuren aufgenommen, aus denen dann die Filmmusik zusammengesetzt wurde.
„Für mich war die Produktion eine willkommene Abwechslung zum Alltag, und die Aufnahme an den Externsteinen hat besonders Spaß gemacht, da die Akustik dort besonders ist“, so Stubenvoll.
Auch für Autor Theo Gremme waren die Dreharbeiten ein Erlebnis: „Ich glaube, jeder Autor träumt davon, dass eine Geschichte von ihm irgendwann einmal verfilmt wird. Robin Jähne war sehr professionell bei der Regie und Kameraführung. Bei den Dreharbeiten, beim Schnitt und der Entstehung des Soundtracks mit dabei zu sein, war einfach spannend und aufregend.“
45 Minuten dauert der Film, der auf DVD und VHS-Kassette für 11,90 Euro bei Robin Jähne, Wellnerweg 16, 32760 Detmold, oder unter der E-Mailadresse naturfilm@robinjaehne.de erhältlich ist.
Fotos:
Gleich tritt der Zauber der Ta 'Saghi in die Welt - der Mond wird dann hinter den Felsen verschwinden.
Daniela Kaschper spielte die Kirana.

